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SUEDE

Ende Mai haben Suede die erste Single ihres neuen Albums veröffentlicht. „She Still Leads Me On“ ist eine Hymne an die Mutter von Sänger Brett Anderson und setzt gleich den Ton von „Autofiction“. Tatsächlich geht es auf der kommenden Platte, die am 16. September erscheint, um eine Selbsterfindung Andersons. Es gehe um seine Fehler und sein Durcheinander und darum, mit über 50 endlich einmal ehrlich mit sich selbst zu sein. Musikalisch verlassen Suede dabei den Weg der letzten drei Alben. „Bloodsports“, „Night Thoughts“ und „The Blue Hour“, die drei ersten Alben nach zehnjähriger Pause und zwischen 2013 und 2018 veröffentlicht, klangen immer üppiger, voller, prächtiger. Aber die Briten haben ihren Sound schon immer genau dann verändert, als sie zu einem Klischee zu werden drohten. Sie waren die erste Britpop-Band, die sich komplett von diesem ungeliebten Etikett befreite und haben in der Folge immer wieder an neuen Klängen gearbeitet. So auch bei „Autofiction“, wie Anderson dem NME im Interview erzählt: „I wanted to come back and make something that felt a little bit more raw, a little bit more angry, a little bit more nasty. This is our punk record, and we’re fucking proud of it.“ Die stetige Veränderung sei auch wichtig für die Band. Denn das Publikum sei nicht zu täuschen: „As soon as you get bored of what you’re doing, the audience get bored.“ Das, so darf man konstatieren, ist Suede noch nie passiert. Der charismatische Frontmann und seine Mitstreiter schafften es auch nach ihrer umjubelten Reunion im Jahr 2010 problemlos, an die kompositorischen Höchstleistungen anzuknüpfen und bei ihren Shows Maßstäbe zu setzen. Das werden sie auch im Oktober wieder, wenn Suede für zwei exklusive Shows nach Deutschland kommen.

Alle Termine

11.10.2022 Köln | Gloria-Theater

Einlass: 19:00
Beginn: 20:00 Uhr
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12.10.2022 Hamburg | Gruenspan

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